TraumatherapieDie moderne Traumatherapie stellt einen neuen Ansatz in der therapeutischen
Arbeit mit traumatisierten Menschen vor. Die komplexe und oft
therapieresistente Traumasymptomatik verlangt nach einem speziellen
Zugang mit Einbeziehung des Körpers und des vegetativen Nervensystems.
Die Methode ermöglicht durch geförderte sensomotorische Wahrnehmungsfähigkeit
der Klienten, durch Imagination und Beziehungsarbeit eine Neuorientierung,
sodass die in den Symptomen gebundene Energie freigesetzt und zur Heilung
genutzt werden kann. Die zerbrochenen Verbindungen zum Selbst, zum
Körper und seinem Selbstheilungspotential, zu den eigenen Ressourcen
und Fähigkeiten, sowie zur Gegenwart werden wieder
hergestellt. Die Erfahrung, dass Traumaheilung immer auf der Aktivität eines
psychischen Selbstheilungsprozesses beruht, gekoppelt mit einer weiteren
wichtigen Erfahrung, nämlich der, dass Emotionen nicht nur
bei der Krankheitsentstehung, sondern auch bei Heilungsprozessen eine
wesentliche Rolle spielen, bilden weitere wesentliche Grundlagen. Die
negativen traumatischen und die positiven gesunden Erfahrungen stehen
sich gleichsam gegenüber, sie bilden ein bipolares Prinzip. Die
positiven Erfahrungen der Person werden auch als Ressourcen bezeichnet.
Ein gutes Gefühl für die eigene Gesundheit, also ein guter
Kontakt zu diesen Ressourcen ist für erfolgreiche Heilungsprozesse
von größter Bedeutung. Die Beschäftigung mit ungelösten
Problemen bildet deshalb nur eine Seite der Traumatherapie. Das Neuorganisieren
und Erweitern der eigenen Ressourcen ist ein exakt genauso wichtiger
Bereich. Man kann also von 4 Phasen der Traumabehandlung sprechen:
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| © Sigrid Wieltschnig - 2007 |